
25. Juni 2026 - 19 Uhr
Ehrbar Saal Wien
Florian Boesch Bariton
Andreas Fröschl Klavier
ALLEM WOHNT
EIN ZAUBER INNE


Johannes Brahms Vier ernste Gesänge, op. 121
(1833-1897) Denn es gehet dem Menschen (Salomo)
Ich wandte mich, und sahe an (Salomo)
O Tod, wie bitter bist du (Jesus Sirach)
Wenn ich mit Menschen und mit Engelszungen redete (Paulus)
Robert Schumann Gesänge des Harfners (Goethe) op. 98a
(1810-1856) Wer nie sein Brot mit Tränen aß
Wer sich der Einsamkeit ergibt
An die Türen will ich schleichen
PAUSE
Robert Schumann Zwölf Gedichte von Justinus Kerner, op. 35
(1810-1856) Stirb‘, Lieb‘ und Freud‘
Wanderlied
Lust der Sturmnacht
Stille Liebe
Wanderung
Sehnsucht nach der Waldgegend
Auf das Trinkglas eines verstorbenen Freundes
Frage
Erstes Grün
Stille Tränen
Wer machte dich so krank
Alte Laute
Der österreichische Bariton Florian Boesch zählt zu den großen Liedinterpreten unserer Zeit mit Auftritten in allen renommierten Sälen Europas und Nordamerikas. So war er als artist in residence im Wiener Konzerthaus, im Teatro de la Zarzuela, im Theater an der Wien, der Elbphilharmonie Hamburg und in der Wigmore Hall zu erleben.
Seit seinem Debüt am Zürcher Opernhaus trat er u.a. bei den Salzburger Festspielen, an der Staatsoper Hamburg, am Bolschoi Theater Moskau, an der Nederlandse Opera, am Teatro Real in Madrid, an der Staatsoper Berlin und an der Wiener Staatsoper auf. Im MusikTheater an der Wien feierte Florian Boesch besondere Erfolge, wie zuletzt in Mozarts Le nozze di Figaro, in Händels Saul, Händels Orlando oder Bergs Wozzeck. Besondere Beachtung fand sein Debüt als Herzog Blaubart in einer Neuproduktion von Bártoks Blaubart’s Burg in der Regie von Claus Guth bei den Tiroler Festspielen in Erl, eine Rolle, die er beim Maggio Musicale Fiorentino in Florenz wieder aufnimmt. Im Januar 2026 kehrte er mit einer Neuproduktion von Händels Semele unter der Leitung von Emmanuelle Haïm an die Nederlandse Opera zurück.
Er arbeitete mit allen wichtigen Orchestern, darunter den Wiener und Berliner Philharmonikern sowie dem Concertgebouw Orchester und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Dirigenten wie Ivor Bolton, Teodor Currentzis, Riccardo Chailly, Gustavo Dudamel, Adam Fischer, Iván Fischer, Philippe Herreweghe, Pablo Heras-Casado, Vladimir Jurowski, Mariss Jansons, Sir Roger Norrington, Sir Simon Rattle und Lorenzo Viotti. Zu den Höhepunkten der laufenden Saison zählen Haydns Schöpfung unter der Leitung von Adam Fischer in Graz, Konzerte mit Bach & Händel, sowie Brahms‘ Requiem mit dem Concentus Musicus unter Stefan Gottfried in Wien, Bachs Matthäuspassion mit Philippe Herreweghe auf Tournee, Mendelssohns Walpurgisnacht mit Andrés Orozco-Estrada in Spanien, oder Brittens War-Requiem mit Mirga Grazinyte-Tyla in Paris. Außerdem gibt er Liederabende beim Edinburgh Festival, bei der Schubertiada in Vilabertran, im Amsterdamer Muziekgebouw und der Londoner Wigmore Hall. Mit der Musicbanda Franui feierte er zuletzt große Erfolge mit einer orchestrierten Fassung von Schuberts Die Schöne Müllerinim Brucknerhaus Linz und bei den Salzburger Festspielen. Eine szenische Fassung dieser Produktion in einer Inszenierung von Nikolaus Habjan war an der Staatsoper Unter den Linden, in der Hamburger Elbphilharmonie, bei den Bregenzer Festspielen, in Gmunden und im Wiener Konzerthaus zu sehen.
Eine rege Zusammenarbeit verband Florian Boesch mit Nikolaus Harnoncourt. Die letzten gemeinsamen Projekte waren Händels The Messiah und Saul im Wiener Musikverein und Purcells The Fairy Queen beim styriarte festival 2014. Bei den Salzburger Festspielen musizierten sie gemeinsam in Haydns Die Schöpfung und Die Jahreszeiten.
Seine Einspielungen wurden von der internationalen Presse gefeiert und zahlreich ausgezeichnet; Die schöne Müllerinwar für den Grammy nominiert und seine bei Linn Records erschienene Aufnahme von Schumann- und Mahler Liedern wurde mit dem BBC Music Magazine Award ausgezeichnet. Florian Boesch erhielt seinen ersten Gesangsunterricht bei KS Ruthilde Boesch. Während des Studiums an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien besuchte er die Klasse Lied und Oratorium bei KS Robert Holl. Seit 2017 hat Florian Boesch eine Professur für Lied und Oratorium an der Musikuniversität Wien inne.
